Adipositas

Heutzutage leiden mehr Menschen denn je an Übergewicht, Fettleibigkeit und den gesundheitlichen und sozialen Schwierigkeiten, die diese Krankheiten mit sich bringen.

Selbst wenn man alle Bürger Deutschlands mit leichtem Übergewicht oder den sogenannten ‚Problemzonen‘ außen vor lässt, so ist laut aktueller Studien immer noch jeder Vierte hierzulande fettleibig. In den USA kursiert der Prozentsatz der stark übergewichtigen Bürger um die 40 – das sind enorme Zahlen wenn man bedenkt, dass die Adipositas erst ab einem Body-Mass-Index von 30,0 aufwärts diagnostiziert wird.

Body-Mass-Index

Der BMI wurde entwickelt um Menschen einen Richtwert des passenden Gewichts bezogen auf die Körpergröße geben zu können. Die grobe Formel zur Errechnung des BMI lautet: kg/m².

Das bedeutet: eine Person sollte ihre Körperlänge in Metern mit der selben Zahl multiplizieren und ihr Körpergewicht in Kilogramm schließlich durch das Produkt teilen.

Es wird empfohlen den Body-Mass-Index mit speziellen Rechenprogrammen ausrechnen zu lassen, da dabei selbst Faktoren wie das Geschlecht, das Alter und/oder eventuelle Amputationen einbezogen werden können.

Da der BMI jedoch nicht zwischen puren Fettablagerungen und Muskelmasse unterscheiden kann, sollte er lediglich als grober Richtwert betrachtet werden. Wenn ihr BMI zwischen 18,5 kg/m² und knapp 25 kg/m² liegt, können Sie davon ausgehen, dass Sie normalgewichtig sind. Bei einem BMI unter 18,5 kg/m² spricht man dann von Untergewicht – hierbei gilt: je niedriger die Zahl, desto behandlungsbedürftiger die Situation. Ein BMI über 25 kg/m² deutet auf Übergewicht hin und ab 30 kg/m² sprechen Mediziner schließlich von der Adipositas Grad I.

Apfeltyp und Birnentyp

Eine gute Möglichkeit mit eigenem kritischen Auge die Gefahr, der man sich mit seinem Übergewicht aussetzt einschätzen zu können, stellt die Umverteilung des Fetts im Körper dar.

Bei Personen bei denen sich die Fettdepots überwiegend an dem Gesäß und den Beinen angesammelt haben, ist dann von dem sogenannten ‚Birnentyp‘ die Rede – dieser Typ ist beim weiblichen Geschlecht sehr oft zu beobachten.

Der ‚Apfeltyp‘ hingegen ist in der Männerwelt etwas stärker vertreten als bei den Damen und beschreibt den Zustand, wenn sich das Fett überwiegend im Bauchbereich ansammelt.

Tatsächlich ist der ‚Apfeltyp‘ weitaus anfälliger für sämtliche Gefahren des starken Übergewichts, denn zusätzlich zur Belastung der Gelenke, die beim Birnentyp ebenfalls enorm ist, bildet sich bei dem Apfeltyp eine unheimlich ungesunde Fettschicht um die inneren Organe.

Es gibt auch hierbei eine einfache Formel zur Errechnung des gesunden Bauch-zu-Hüftumfangs. Dafür wird der Bauchumfang gemessen und anschließend durch den Hüftumfang geteilt. Wenn nun bei Frauen der Wert unter 0,85 liegt, und bei den Herren 1,0 nicht übersteigt, liegt man in der Norm und muss sich nicht sonderlich Sorgen machen.

Auch das Verhältnis zwischen dem Bauchumfang und der Körpergröße kann Aufschluss darüber geben, wie gefährdet man ist. Dieser Wert ist dann jedoch auch an das Alter jedes Einzelnen gekoppelt, und sollte nicht ohne weitere Untersuchungen als Diagnose gewertet werden.

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